Toblerone ist das Beispiel für die Inflation

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Toblerone ist das Beispiel für die Inflation

Freitag, 2. Dezember 2016 , von Freeman um 07:00

Die Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) haben im letzten Jahrzehnt Billionen (nicht Milliarden) in die Märkte gepumpt, um das Finanzsystem am Laufen zu halten und zu „retten“. Sie haben behauptet, dieses „quantitative easing“ wie sie es verharmlosend nennen oder Ausweitung der Geldbasis hätte keine Auswirkung auf die Kaufkraft und würde keine Geldentwertung verursachen. Jeder der die Ökonomie und das Geldwesen studiert weiss, eine Inflation wird ganz sicher durch die Erhöhung der Geldmenge verursacht. Wir müssen uns nur die extreme Verteuerung der Immobilien anschauen. Aber ein Musterbeispiel, welche die Teuerung auch im Konsumsektor deutlich darstellt, ist die Ankündigung von Toblerone, die bekannte Schokolade die aus Dreiecken besteht, den Abstand zwischen den Zacken zu vergrössern und das Gewicht zu reduzieren. Der Grund laut Hersteller, „höhere Kosten der zahlreichen Zutaten„.

Die 400g Riegel wurden auf 360g und die 170g auf 150g verringert.

In einem Facebook-Post hat Tobelrone erklärt, „wir mussten die Entscheidung treffen, zwischen der Veränderung der Form der Tafel und einer Preiserhöhung. Wir haben uns entschieden die Form zu verändern, um das Produkt für unsere Kunden erschwinglich zu halten, und es ermöglicht uns ein grossartiges Produkt weiter anzubieten.“

Übrigens, Toblerone ist schon lange keine Schweizer Firma mehr, sondern wurde 1990 vom US-amerikanischen Hersteller Mondelēz International (früher Kraft Foods genannt) gekauft. Mondelēz International ist nach Nestlé und PepsiCo der drittgrösste Nahrungsmittelhersteller der Welt. Das Unternehmen beschäftigte im Jahr 2012 weltweit rund 110’000 Mitarbeiter und beliefert Kunden in 155 Ländern.

Wir sehen hier also was die Hersteller von Konsumprodukten schon immer gemacht haben, um die Kostensteigerung an die Konsumenten „sanft“ weiterzugeben. Sie behalten den Preis aber reduzieren den Inhalt. Genau genommen ist das Beschiss, aber so meinen sie merken es die Leute nicht und behalten sie Marktanteile und Umsatz.

Wegen der besonderen Form der Toblerone ist die Reduktion der Menge an Schokolade pro Tafel aber sehr gut sichtbar geworden, durch den grösseren Abstand zwischen den Dreiecken.

vorher
jetzt

Für viele Liebhaber dieser Schokolade ist das nicht mehr die „echte“ Toblerone. Könnte jetzt sein, der Hersteller hat sich mit dieser Veränderung der typischen Form in den eigenen Fuss geschossen und das Produkt wird deswegen nicht mehr so gekauft? Mal sehen.

Ja eine schwierige Entscheidung, wenn die Kosten explodieren. Entweder den Preis erhöhen, die Menge reduzieren oder billigere und damit schlechtere Inhaltsstoffe verwenden.

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Toblerone mit dem Hinweis auf die Beibehaltung der guten Qualität und der bekannten Form auf die Notwendigkeit einer Preiserhöhung hingewiesen hätte.

Statt die Konsumenten auf diese Art vor der realen Inflation zu täuschen, wäre es mutiger gewesen sie darauf hinzuweisen, das System raubt ihnen die Kaufkraft und alles wird teurer. Sie sollen sich bei den Politikern und den Zentralbankern beschweren.

Jedenfalls ist die Vergrösserung der Lücke zwischen den Zacken eine deutliche Darstellung der leeren Luft in den Abständen die man kauft, also das Geld sich wegen den räuberischen Bankstern stetig in Luft auflöst.

Dann noch dieses wegen der Aktualität:

Während des Wahlkampfes wurde die Konzernchefin von Mondelēz, Irene Rosenfeld, von Donald Trump scharf kritisiert, weil sie 600 Arbeitsplätze von Chicago nach Salinas, Mexiko verlagert hat, wegen niedrigeren Löhnen, was zum Oreo-Boykott führte. Proteste der Arbeiter fanden überall dort statt, wo Rosenfeld an einer Veranstaltung teilnahm, auch vor ihrem eigenen Haus.

Rosenfeld reduziert den Inhalt der Produkte und entlässt Arbeiter, das heisst, sie bescheisst die Kunden und stellt Mitarbeiter auf die Strasse, aber selber hat sie sich 2014 eine gigantische Gehaltserhöhung genehmigt, von 10,5 auf 21 Millionen Dollar pro Jahr!!! Ja, die globale Elite ist gar nicht gierig und ausbeuterisch.

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