An die Willkommensklatscher – à jour aufbereitet!

An die Willkommensklatscher – à jour aufbereitet!

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod *)

Zeichnung: Fridolin Friedenslieb

Ausgerechnet in der Postille, die seit dem Aufkommen der „Willkommenskultur“ jene für ihre Leser in steter Abfolge  hochjazzte, lese ich nun einen Artikel, der wohl nicht im Sinne der bisher vertretenen „bunten“ Auffassungsweise gesehen werden kann: „Polizei verhindert womöglich Terroranschlag – die Beamten nahmen einen jungen Syrer fest.“ lautet die Schlagzeile.

Der inzwischen 19-Jährige war im Frühsommer 2015 nach Deutschland eingereist und beantragte Asyl, heißt es. Er wurde laut Angaben des Pressesprechers des Landratsamtes Bayreuth, durch Condrobs* betreut und war zeitweise in einer Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge in dem oberfränkischen Städtchen Pegnitz untergebracht. „Im Rahmen seiner Persönlichkeitsentwicklung war er unauffällig.“ meint der Pressesprecher; der Syrer besuchte zuletzt die Mittelschule „und hätte diese voraussichtlich auch erfolgreich beendet“. Der Schulleiter der Mittelschule in Pegnitz, wollte auf Nachfrage noch keine Stellungnahme abgeben.

Die Vorsitzende des örtlichen „Unterstützerkreises“ kannte den Terrorverdächtigen angeblich nicht und sie meint: „Es gibt böse Menschen auf der ganzen Welt. Das sieht man den Menschen nicht an.“ Sie hält es durchaus für möglich, dass sich die Festnahme und Anklage des Syrers auf das Klima zwischen den Ortsansässigen und den Flüchtlingen auswirkt. „Es gibt immer Menschen, die sich dadurch verschrecken lassen und mehr Angst bekommen als sie sowieso schon haben“.

Da spricht eine wohl therapeutisch erfahrene Person, die sich mit den Ängsten anderer gut auskennt.

Die Festnahme dieses Schützlings aus dem Kreise der Flüchtigen war bereits im Juni d.J. erfolgt, ohne dass die Lokalpostille ein Augenmerk zeigte. Aber man ist dort ja eher bemüht, den Kampf gegen Rechts voranzutreiben und sich an der bunten Idylle des Provinzstädtchens zu delektieren.

Deshalb wiederhole ich mal meine Ansprache an alle Willkommensklatscher:

Nun – seid ihr zufrieden mit euren Erfolgen im Kampf für „Frieden, Toleranz und Verständigung“?
Eurem unermüdlichen Einsatz gegen „Rassimus, Ausgrenzung und rechtes Gedankengut“?
Seid Ihr glücklich mit dem angehäuften „Gold“ in unserem Land, den „Menschen-Geschenken“ von Gnaden der Bundeskanzlerin; hergebracht von „uneigen – und gemeinnützigen“ Menschen und Organisationen, die man wohl (böswilligerweise?) Als „Schlepperbanden“ und „Schlepper“ bezeichnen kann?

Ihr könnt stolz darauf sein, mit euren idealistisch verbrämten, gutmenschlichen Handlungen in Deutschland wieder eine breite Basis für dasjenige geschaffen zu haben, gegen das ihr vorgeblich kämpft: Intoleranz, öffentlicher Meinungs- und Gesinnungsterror mit physischer Gewalt gegen missliebige angeblich rechte Politiker.
Bedenkt: Nicht nur mit Hilfe der Medien ist es euch gelungen, in Deutschland eine Stimmung zu schaffen, die es Richtern in Frankfurt erlaubte, wieder realiter rassistische Urteile zu fällen und Juden auszugrenzen. Sogar einen bisher „unverdächtigen“, renommierten Medienmann will das an die Rampen von Auschwitz oder die Tragödie von Entebbe erinnern.

Ihr habt Initiativen gegründet wie „Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge“ oder „Unterstützerkreis Asylbewerber/innen“.
Habt ihr bedacht, wen Ihr da mit eingeladen habt und unterstützt? Die Adresse war eindeutig, als ihr „gepostet“ habt: لترحيب بحرارة !

Ihr habt tatsächlich für einen herzlichen Empfang gesorgt.
Nicht, wie ihr es euch fantasierte: Für verzweifelte Familien, kleine Kinder, Frauen, gepeinigte alte Menschen!

Bekommen habt ihr – und unser Land – dominierend Testosteron-geladene junge Männer aus einem archaischen Kulturkreis, die ihr rassistisches, frauenverachtendes, intolerantes Welt- und Menschenbild mitgebracht haben und hier ausleben dürfen, und dafür sorgen – durch euch moralisch stimulierte – im Grunde verantwortungslose Richter und Staatsanwälte.

Kein Tag vergeht, ohne dass in dieser Republik inzwischen Vergewaltigungen, Messerstechereien, Morde in immer kürzerer Abfolge berichtet werden müssen – unter beherrschender Beteiligung eurer Gäste.

Beim Anblick eines ertrunkenen Emigrantenkindes fühlt ihr euch moralisch mehr angefeuert als bei Berichten über von euren „Gästen“ geschändete und ermordete Frauen; mehr als bei den von einem LKW zerquetschten und verstümmelten Opfern – auch mit Kindern!

Es war ein LKW! – berichtete eure Presse. Dass der Fahrer aus der von euch herbei-applaudierten Vielheit stammte, hat euch nicht berührt. Oder habt ihr es nur verdrängt, weil es euer gutes Gewissen ins Schwanken bringen könnte?

Ihr beruft euch auf die angeblich wichtigste moralische Ressource unseres Landes: Das Erschrecken vor den historischen Verbrechen. Und ihr folgert daraus, dass unser Land auf ewig und unbegrenzt alle aufzunehmen und zu versorgen hat, die ihr gemäß eurem moralischen Anspruch nicht nur „als mühselig und beladen“ anseht.

Sehr viele von euch agieren sonach auch aus christlichem Impetus.

In diesem „Erschrecken“ habt ihr eine Stimmung miterzeugt, in der jeder, der auch nur nachdenklich Bedenken anmeldet, gesellschaftlich ausgegrenzt wird. Auch wenn ihr vielleicht selbst nicht gleicht zur Nazi- oder Rassismus-Keule greifen wollt.
Aber mal ehrlich, eure Hemmschwelle ist hierfür äußerst gering.

Ihr beteiligt euch gerne daran, wenn es gegen eure „Moral“ geht, Nachbarn und Freunde, die – horrible dictu – vielleicht heimlich AfD gewählt haben oder Pegida nicht verkehrt finden, als „Nazis“ zu stigmatisieren; wenn ihr euch auch über Jahre hinweg gut vertragen habt. Dann macht ihr (in schlechtem Gewissen?) einen Bogen um diese Mitmenschen, die auch ihr so bedenkenlos und ablenkend für krank erklären möchtet: als islamo- und xenophob.

Ihr vergesst, dass ihr die Todfeinde eures – unseres – Glaubens, wenn ihr denn euch als Christen seht, vor allem unserer Lebensanschauung, mit eingeladen habt und weiter verhätscheln wollt. Euere Seelsorger und Bischöfe bestärken euch noch darin – also kann es doch nicht falsch sein!?

Doch – ist es!

Entgeht es euch tatsächlich, wie religiös inspirierte „Outfits“ (eurer Geschlechtsgenossinnen) mehr und mehr den öffentlichen Raum kennzeichnen?
Bei euren Müttern und Großmüttern hättet ihr solcherlei Tracht vielleicht nur belächelt oder als rückständig und hinterwäldlerisch bespöttelt.

Welche Gefahr diese zunehmende öffentliche Präsentation verheißt, blendet ihr in eurem Gutsein aus: dass ihr den Anhängern einer Christen- und Juden-feindlichen Religion Gönnerschaft vermittelt.

Wollt ihr nicht erkennen, dass ihr missbraucht werdet zum Zweck politischer Machterhaltung bestimmter Kreise und dass ihr euch beteiligt habt an der Trivialisierung von „Faschismus und Rassismus.“? Dass ihr vielleicht schon selbst Anhänger einer komplementären Form des Faschismus geworden seid? Auch wenn ihr die mächtige Presse mit ihrer veröffentlichten Meinung auf eurer Seite wähnt.

Viele von euch fühlen sich bei ihren Aktionen bekränzt und in ihrer Haltung beschirmt von Kanzeln, Mauern und Türmen eurer Bartholomäus- oder Herz-Jesu-Kirche. Und dabei vergesst ihr, dass eure guten Werke sich unausweichlich bald gegen euch selbst wenden werden.

Fangt ihr jetzt an, zu denken? Verstand und Vernunft wirken zu lassen? Hört ihr vielleicht auf, Mitbürger, die an Humanitas und Soziales Engagement mit gebotener Nüchternheit und Emphase herangehen, für krank zu erklären und in die rechte Ecke zu stellen?

Es ist ja nichts geschehen, könntet ihr sagen, man hat den potentiellen Täter ja dingfest gemacht.

Erinnert ihr euch, wie man euch wider besserer Einsicht weiß machen wollte, die Attentäter von Paris, Berlin – auch in der fränkischen Provinz – hätten nichts mit dieser „Willkommenskultur“ zu tun?

Keiner verlangt von euch, dass ihr Gesinnung und Engagement radikal über den Haufen werfen sollt. Aber hört auf, euch selbst zu belügen und Anderen etwas vorzugeben!

* Condrobs ist eine Organisation für soziale Hilfsangebote in Bayern, die sich auch in der Suchthilfe engagiert und sich besonders für den „Gender-Diversity-Ansatz“ stark macht. Eine in der „Gemeinnützigkeit“ sicher angesiedelte Einrichtung mit guten Einnahmequellen, die dann wohl nicht nur von Schlepperaktivitäten andernorts profitiert.

*****

An die Willkommensklatscher und Die Proktatur des Diletariats

**********

*) „altmod“ ist Blogger (altmod.de) und Facharzt sowie regelmäßiger Kolumnist bei conservo

www.conservo.wordpress.com   1.12.2017

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 21 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist ein überzeugter Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.

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2 Antworten zu An die Willkommensklatscher – à jour aufbereitet!

  1. Othering schreibt:

    Hallo Herr altmod, gern hätte ich Ihnen persönlich eine mail geschrieben, jetzt nicht explizit zu diesem Beitrag, aber dazu bin ich (blond und Frau ) leider zu blöd. Und wie Sie sehen, immer auch etwas „daneben“.
    Es geht ja sowieso unwahrscheinlich kreuz und que(e)r dieser Tage.
    Und Ihre obige Ansprache nehme ich mal zum Anlaß zu berichten, was einer Hiesigen unter „Gleichen“? in diesem ihrem Heimatlande widerfährt…widerfahren kann. Wenn es nicht paßt mit den Lebensentwürfen unter einen Hut zu bringen und Frau dem Manne folgt…. (zwangsläufig?)

    OTHERING – Wikipedia
    „Der Begriff Othering (engl. other „andersartig“) bezeichnet die Differenzierung und Distanzierung der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt (Eigengruppe), von anderen Gruppen. Das Konzept des Othering hat seinen Ursprung in den Werken einer Reihe von Philosophen. Hegel etwa…………“

    Habe ich also ein paar Jahrzehnte als Nordlicht oder (Achtung Mischmasch) „Saupreiß“ in Frangggn (immer noch BAYERN!) gelebt! Bei mir kam erstmals (obwohl zuvor bereits in anderen Bundesländern) eine Ahnung auf, was die Beschreibung „hinterfotzig“ meint. Es hieß ferner, Franken würden statistisch die meisten Rechtsstreitigkeiten (meist um Banalitäten) anzetteln. :- (
    Nun denn…es war eine abstruse, vereinsamende Erfahrung im schönen Frankenland, welche nicht nur ich als Zugereiste im Gesamtland der Fremdenzimmer gemacht habe! Dabei gibt es dort Regionen, in die keiner will! (auch „weil die Menschen so komisch sind“) Hinzu kam der vermessene, sich selbst überschätzende Versuch mich in einer (eher abgeschotteten, aber unerträglich missionierenden) evangelikalen Gemeinschaft einzuleben (als damals links-naiv-liberal-feministisch…) Das ging natürlich schief. VOLL IN DIE HOSE! Mangelnde AnpassungsFÄHIGKEIT! Denn auch sie wollten NICHTS, aber auch gar nichts von mir annehmen :- ) I C H hätte mich zu 100 Prozent ausmerzen müssen! „Jesus macht alles neu“… lach.
    Passe ich in kein Schema? In keine Schulade? Mit u.a. HochschulabschlüsseN aber als mehrfache Mutter, die NUR „im Hause“ geblieben ist? Mit diesem Etikett und „Lebensentwurf“ müßte ich doch *fundamentalistisch* sein? Wie es —>Ruud Koopmans in EMMA pauschalisiert. Frauen, die wegen der Kinder zu Hause bleiben, tragen generell Kopftuch? Bzw. sind also generell „religiös“? (und altmod?) – Spare mir den Link: „Islamismus? Ein Import!“, EMMA.

    Aktuell hört man wieder von —>Birgit Kelle, die ich gern als couragiert und bedingt „anders“ zum Zeitgeist wahrnehme. (z.B. mit einem „Bischofswort“ – Chur – bei kath.net) Aber leider steht auch sie nicht für das, was sie propagiert. „Mutter von vier Kindern. Kolumnistin beim Meinungs- und Debattenportal The European und bei der Zeitung WELT. Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus, Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes New Women For Europe, Autorin der Bücher “Gendergaga” sowie “Muttertier – eine Ansage” .“
    Muttertier? Man kann nicht gleichzeitig AUF ALLEN HOCHZEITEN TANZEN….Oder?
    (Sich zu dröhnen auf der einen Seite ohne Kindervernachlässigung auf der anderen? Behaupteten doch z.B. die frommen „charismatischen“ Oberhäupter: Malen zieht den Kindern die Energie ab)
    Im Evangelikalismus/Fundamentalismus/Pietismus hieß es: Entweder Mutter ODER Krankenschwester, Hauswirtschafterin….
    Das „Modell“ für 24 Stunden ab in die Kita, die weiteren 13 Jahre kostspielige Rundum-Fremdbetreuung des staatlichen Zugriffs funktioniert für mich jedenfalls nicht. Vater in Kopenhagen, Mutter in Frankfurt? Damit die Blasen-Real-Estate-Behausung geblecht werden kann? Ist doch egal, wer uns verscherbelt. Ob von und zu Guttenberg oder Maas… Gehen schon alle Erfüllungen des „Titty-Plans“ gerade in die Alltags-Praxis über. Finsterste Visionen = Realität! Vier Fünftel Prekariat….Verschiebemasse.
    Ohja, es gibt v i e l zu tun UND ZU S O R T I E R E N (der Begründungszusammenhänge) im Deutscheland der „verzweifelten Familien, kleinen Kinder, Frauen, gepeinigten alten Menschen“!
    Aber die Wichtigtuer auf ihren Empfängen……??? Es ist bereits zu spät!
    Und immer und überall diese Doppelmoral und das Zweierleimaßdenken!

    Die Willkommensschreier sind für mich nicht relevant. Und viele andere auch nicht.

  2. Othering schreibt:

    BTW cc Segment Wohnraum
    und ich wähle weder Aasgeier noch Arschgeigen
    so lange dies nicht in Ordnung kommt:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/immobilienpreise-in-muenchen-kostet-wohnen-auf-quadratmetern-mehr-als-eine-million-euro-1.3768143

    kann man mit denen noch befreundet sein, die so leben und das ABSEGNEN?

    Die sollen mal versuchen heute eine Handvoll Kids in die Hufe zu bringen
    oder unter die Haube :- (

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